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Universitäts-Kinderklinik Würzburg

Physiotherapie im Sozialpädiatrischen Zentrum

Unser Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Beratung von Säuglingen, Kleinkindern sowie Schulkindern und Jugendlichen mit Verzögerungen oder Störungen der groß- und/oder feinmotorischen Entwicklung.  

Die physiotherapeutische Untersuchung umfasst eine freie Spielbeobachtung und Beurteilung der Spontanmotorik sowie eine ausführliche körperliche Untersuchung (Gelenkstatus, Muskelstatus etc.)

Es werden auch standardisierte Testverfahren zur Beurteilung der Motorik oder des Entwicklungsalters eingesetzt. Bei Auffälligkeiten des Gangbildes sowie zur Überprüfung therapeutischer und medizinischer Maßnahmen (Gangtraining, Rehabilitation, Botulinumtoxin etc.) steht uns ein videogestütztes Ganganalysesystem zur Verfügung.

Weitere Aufgaben sind die Beratung der Familie sowie die Vernetzung aller am Kind tätigen Fachkräfte sowie Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens (Krankenversicherungen, Versorgungsämter), schulvorbereitender Einrichtungen, Kindergärten, Förderzentren und Schulen. Wir beraten Kinder und Eltern bezüglich notwendiger Hilfsmittel- und Orthesenversorgungen, klären für Sie die Kostenübernahme durch die Krankenkasse und passen diese ggf. direkt mit einem Orthopädietechniker vor Ort an.

Notwendige Therapien können bis zur Aufnahme von Frühförder- oder anderen therapeutischen Maßnahmen in unserem Haus überbrückend angeboten werden. Bei speziellen Fragestellungen (z.B. nach Botox-Behandlung oder nach orthopädischen Operationen) besteht die Möglichkeit einer blockweisen intensiven therapeutischen Betreuung.

Welche Kinder kommen zu den Physiotherapeutinnen?

Wir untersuchen Kinder, die bei der Erstvorstellung jünger als 24 Monate alt sind oder ältere Kinder mit

  • Umschriebener motorischer Entwicklungsverzögerung oder -störung
  • Motorischer Entwicklungsverzögerung oder -störung im Rahmen einer körperlichen, geistigen oder mehrfachen Behinderung
  • Koordinationsstörungen
  • Neuromuskulären Erkrankungen (Muskeldystrophie, spinale Muskelatrophie)
  • Genetischen Syndromen/Fehlbildungssyndromen, z.B. Down-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom, Rett-Syndrom
  • Chronischen Erkrankungen, die zu einer Einschränkung der Motorik führen
  • Habituellem Zehengang
  • Entwicklungsstörungen nach Frühgeburt