Deutsch
English
Русский
Universitäts-Kinderklinik Würzburg

Interdisziplinäre Intensivstation „Raumstation“

Kinder aller Altersgruppen mit akut lebensbedrohlichen Erkrankungen werden auf der Intensivstation der Universitäts-Kinderklinik behandelt, die den Namen Raumstation trägt.

Kinder aller Altersgruppen mit akut lebensbedrohlichen Erkrankungen werden auf der Intensivstation der Universitäts-Kinderklinik behandelt, die den Namen Raumstation trägt.

Es werden hier maximal 14 Beatmungsplätze zur Versorgung von Früh- und Neugeborenen sowie älteren Kindern und Jugendlichen vorgehalten. Das Spektrum reicht von allen Erkrankungen Früh- und Neugeborener bis hin zu akuten Störungen lebenswichtiger Organsysteme u.a. des Zentralnervensystems sowie des kindlichen Stoffwechsels. Kinder mit schwer verlaufenden Infektionskrankheiten werden hier ebenso intensivmedizinisch behandelt wie Patienten nach traumatischen Unfällen, Vergiftungen und Ertrinkungsunfällen. Die Versorgung der Kinder nach schweren Operationen erfolgt in Kooperation mit den Kollegen der Abteilung für Kinderchirurgie (Leiter Prof. Dr. Th. Meyer), der Herz- und Thoraxchirurgie (Direktor Prof. Dr. R. G. Leyh), der Urologischen Klinik (Direktor Prof. Dr. H. Kübler) und der Anästhesiologie (Direktor Prof. Dr. N. Roewer).

Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt stellt die engste Zusammenarbeit mit der pädiatrischen Neurochirurgie (Leiter Dr. J. Krauß) der Klinik für Neurochirurgie (Univ.-Prof. Dr. Ernestus) dar. Dieser klinische Schwerpunkt hat eine überregionale Bedeutung in der prä- und postoperativen Betreuung von Kindern mit verschiedenen Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und des Schädels, der sogenannten kraniofazialen Dysmorphien, entwickelt. Die chirurgische Versorgung von schwerstkranken Früh- und Neugeborenen wird auf der Intensivstation in einem eigenen opeativen Bereich durchgeführt.

Raumstation

Die ärztliche Versorgung stellen sieben im Schichtdienst tätige Ärzte (Prof. Dr. J. Wirbelauer, Dr. C. Siauw) sicher. Die Betreuung der Patienten vom Frühgeborenen bis zum jungen Erwachsenen rund um die Uhr obliegt einem Team von mehr als 50 intensivmedizinisch ausgebildeten Kinderkrankenschwestern und –pflegern. Die Ausstattung der Station mit allen in der Intensivbehandlung notwendigen Geräten und Überwachungsmonitoren sichert die optimale Versorgung der Patienten. Es sind alle modernen Beatmungsformen einschließlich assistierter Beatmung, Hochfrequenz- und CPAP-Verfahren einsetzbar. Für besondere Krankheitsbilder stehen die Beatmung mit Stickstoffmonoxyd (NO), die extrakorporale Blutwäsche, die Peritonealdialyse, die Hirndruckmessung, die Hypothermiebehandlung sowie weitere intensivmedizinische Therapieverfahren zur Verfügung. Die Intensivstation verfügt über ein eigenes High-End-Farbdopplersonographiegerät einschließlich der Möglichkeiten zur ultraschallgesteuerten Punktion. Dankbar konnte die Klinik in den letzten Jahren immer wieder sein, dass die Intensivstation finanzielle Unterstützung durch die Elterninitiative "Kinder der Würzburger Intensivstation" KIWI e.V. erfahren durfte. So stehen im Bedarfsfalle auch Elternwohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verfügung.