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Universitäts-Kinderklinik Würzburg

Neonatologie im Mutter-Kind-Zentrum

Das Mutter-Kind-Zentrum (Perinatalzentrum, Level 1) in der Universitäts-Frauenklinik Würzburg.

Das Mutter-Kind-Zentrum (Perinatalzentrum, Level 1) in der Universitäts-Frauenklinik Würzburg (Direktor: Prof. Dr. A. Wöckel) umfasst die Schwangerenberatung und -nachbetreuung, die pränatale (vorgeburtliche) Diagnostik, den Kreisssaal und das Kinderzimmer für gesunde Neugeborene der Universitäts-Frauenklinik Würzburg. Darüber hinaus stehen eine Neugeborenenstation (Station Wolkennest II) sowie eine Intensivstation für Früh- und Neugeborene zur Verfügung, die – ebenso wie die gesunden Neugeborenen – von den Kinderärzten der Universitäts-Kinderklinik (Direktor: Prof. Dr. C. P. Speer) betreut werden.

Der kinderärztliche Bereich (Oberarzt Dr. E. Frieauff) wird von 6 Assistenzärzten im Schichtdienst versorgt, so dass Tag und Nacht ein Kinderarzt im Gebäude der Universitäts-Frauenklinik anwesend ist und jederzeit zu Risikogeburten hinzugerufen werden kann. Oberarzt und Assistenten stehen im Rahmen der Pränataldiagnostik und vor der Geburt außerdem für die Beratung werdender Eltern zur Verfügung.

Bei allen Neugeborenen wird bereits am ersten Lebenstag eine kinderärztliche Erstuntersuchung und – sofern sich die Eltern nicht für eine ambulante Entbindung entschieden haben - am 2.-4. Lebenstag die offizielle Vorsorgeuntersuchung U2 vorgenommen. Sie wird durch eine Ultraschalluntersuchung der Hüften (durch die Kollegen der Orthopädie; Direktor: Prof. Dr. M. Rudert) und eine Testung des Hörvermögens (durch die Kollegen der Universitäts-Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Kranke; Direktor: Prof. Dr. R. Hagen) ergänzt.

PNZ

Die Neugeborenenstation Wolkennest II erlaubt die Durchführung einfacher diagnostischer und/oder therapeutischer Maßnahmen, ohne dass der Kontakt zwischen Eltern und Neugeborenen – etwa durch Verlegung des Kindes nach der Geburt in ein anderes Gebäude – unnötig beeinträchtigt wird. Das Gleiche gilt für die neonatologische Intensivstation, in der auf 6 Plätzen auch schwerer erkrankte Früh- und Neugeborene auf derselben Etage betreut werden können wie ihre Mütter. Für Frühgeborene bedeutet dies zugleich, dass sie in den ersten Lebenstagen nicht mehr den Risiken eines nachgeburtlichen Transportes ausgesetzt werden.

Auf der Intensivstation im Mutter-Kind-Zentrum stehen sämtliche modernen technischen Verfahren zur Verfügung, um extrem unreife Frühgeborene sowie Neugeborene mit schweren angeborenen Erkrankungen oder Fehlbildungen zu versorgen. Dies geschieht oft in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den genannten operativen Fächern und Poliklinik für Kieferorthopädie (Leiterin: Frau Prof. Dr. Stellzig-Eisenhauer).

Darüber hinaus konnte das Mutter-Kind-Zentrum dank der großzügigen Unterstützung der Elterninitiative KIWI e.V. so ausgestattet werden, dass es auch für die längerfristige Betreuung von Frühgeborenen - beispielsweise unter Einbeziehung elterlicher "Känguruhpflege" - einen ruhigen und freundlichen Rahmen bietet.

Die universitäre Geburtsmedizin sieht sich heute dem Wunsch der Eltern gegenüber, maximale Versorgungssicherheit für Mutter und Kind mit einem möglichst natürlichen Geburtserlebnis zu verbinden. Durch das abgestufte Überwachungs- und Behandlungskonzept wurden im Würzburger Mutter-Kind-Zentrum die Voraussetzungen dafür geschaffen, diesem Wunsch flexibel zu entsprechen.