Deutsch
English
Русский
JACIE

Gemeinsames Stammzelllabor der Universitätskinderklinik und Innere Medizin II

Prof. Dr. Matthias Eyrich

  • Prof. Dr. Matthias Eyrich
    Leiter Gemeinsames Stammzelllabor der Universitätskinderklinik und Innere Medizin II
    Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
    Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und –Onkologie
    Eyrich_M@ukw.de

Standort: Haus D30 Stammzelltransplantationszentrum, UG
Öffnungszeiten:Montag -  Freitag 8-16h
Tel.  + 49 – (0) 931 – 201– 27630

Herstellung von Stammzellen


Die Herstellung von Stammzellen für jeden einzelnen Patienten ist eine besondere Herausforderung, die nur in hochspezialisierten Labors und durch gemeinsame Anstrengung verschiedener Fachdisziplinen zu bewältigen ist. Sie unterliegt den gleichen hohen gesetzlichen Anforderungen wie die Herstellung von Arzneimitteln (Herstellung nur unter Reinraumbedingungen) und wird von den Gesundheitsbehörden engmaschig und strengstens überwacht. Seit 2006 besitzen wir eine Herstellungserlaubnis der zuständigen Bayerischen Gesundheitsbehörden (ZAB) und werden von diesen sowie vom Paul-Ehrlich Institut regelmäßig überwacht (Leiter der Herstellung: Prof. Dr. M. Eyrich). Das Gemeinsame Stammzelllabor ist JACIE-zertifiziert. Zu den Produkten, die wir bereits seit 5 Jahren routinemäßig herstellen, zählen: 1.) autologe und allogene Stammzellpräparate aus Knochenmark und peripherem Blut zur Transplantation, ggf. mit Lagerung, 2.) spezielle Stammzellpräparate mit modifiziertem Zellgehalt bei schwieriger Spender-Empfänger-Konstellation (CD34-Selektion, CD3/CD19-Depletion, u.a.), 3.) Spender-Lymphozyten zur Immuntherapie bei sich anbahnendem Rückfall der Krebserkrankung oder drohender Abstoßung des Transplantates. Besonderes hervorzuheben ist, daß jedes Präparat individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten zugeschnitten wird, was besonders bei Kindern mit ihrem niedrigeren Körpergewicht außerordentlich wichtig ist.

Ferner wird im Stammzelllabor eine differenzierte durchflußzytometrische Diagnostik von Blut und Knochenmark angeboten. Mit ihr können spezielle Untergruppen von Lymphozyten genau bestimmt werden, was für die Steuerung der Medikamente nach Stammzelltransplantation mitunter sehr wichtig ist. Die Untersuchung der Knochenmarkzellen dient sowohl der Erstdiagnostik von Leukämien und Lymphomen als auch der Bestimmung der Remissionsgüte einer Leukämie unter Behandlung.

Hintere Reihe: Dr. Susanne Schreiber, Heidi Tscherner, Judith Engert Vordere Reihe: Birgit Schrauth, Christiane Krause, Monika Steidl, Rosemarie Ottohal, Prof. Matthias Eyrich
Hintere Reihe: Dr. Susanne Schreiber, Heidi Tscherner, Judith Engert Vordere Reihe: Birgit Schrauth, Christiane Krause, Monika Steidl, Rosemarie Ottohal, Prof. Matthias Eyrich